Schöne raue Welt

Popperklopper

Tracklist:
01. Halbmast
02. Nicht allein
03. Cattenom
04. Malaysia
05. Schöne raue Welt
06. Ich will da bleiben
07. Ganz nah bei dir
08. Lass mich daran glauben
09. Hey Typ! feat. Jutta Pardeike (Lusthansa)
10. Milgram
11. Mein Wohnzimmer
12. Turn off the news

Release Date: 11. September 2026
Aggressive Punk Produktionen
LC 24184
AGP149

Mit „Schöne raue Welt“ kündigen die Popperklopper ihren mittlerweile 12. Longplayer an. Zwölf Songs sind darauf zu hören – und wie immer mischen die Jungs aus der Eifel unterschiedliche Musikstile zu ihrem ganz eigenen Sound aus Punkrock und Rock’n’Roll.
Die Songs entstanden während eines Besetzungswechsels. Sänger und Gitarrist Carsten erklärt: „Unser Basser Udo hatte noch zwei Songs eingespielt, hat sich danach aber vor allem aufs Aufnehmen und Mixen konzentriert. Wegen zeitlicher Engpässe habe ich dann kurzerhand bei einigen Songs selbst den Bass übernommen.“ Inzwischen ist mit Poeppel ein alter Bekannter zurück: Nach zehn Jahren Pause steht er wieder am Bass. „Es hat richtig gut getan, wieder mit den Jungs Krach zu machen“, sagt er. „Ich musste mir natürlich erstmal eine Menge Material draufschaffen – das komplette Live-Set und die neuen Songs.“

Musikalisch bleiben die Popperklopper ihrem Stil treu, erweitern den Sound aber diesmal um einige ungewöhnliche Nuancen. Eine Hammond-Orgel („Ganz nah bei Dir“), fernöstliche Sitar-Klänge („Milgram“) und ein Synthesizer („Mein Wohnzimmer“) setzen neue Akzente im ansonsten klassischen Punk-Sound der Drei-Mann-Combo. Was zunächst untypisch klingen mag, passt erstaunlich gut ins Gesamtbild. „Es hat mir großen Spaß gemacht, nochmal etwas Neues auszuprobieren und mit anderen Instrumenten zu arbeiten“, sagt Carsten. „Das bringt frischen Wind rein.“

Auch textlich bleibt die Band unbequem. „Schöne raue Welt“ wirft einen Blick auf die Schattenseiten der Gegenwart: der gesellschaftliche Rechtsruck („Halbmast“), Stalking („Ganz nah bei Dir“), Umweltzerstörung („Malaysia“) sowie Ignoranz, Egoismus und (a)soziale Medien („Ich will da bleiben“, „Schöne raue Welt“). Mit „Milgram“ greift die Band außerdem ein historisches Thema auf.

Für den Song „Hey Typ“, der sich mit sexueller Belästigung beschäftigt, wollten die Popperklopper unbedingt eine weibliche Stimme dabei haben. Drummer Lars erzählt: „Letztes Jahr haben wir zufällig Jutta Pardeike von der Trierer NDW-Kultband Lusthansa kennengelernt und zusammen einen richtig geilen Gig gespielt. Wir waren uns sofort sympathisch und dachten: Jutta wäre perfekt für den Song. Also habe ich sie angerufen – und sie hat direkt zugesagt.“

Neben gesellschaftlichen Themen finden sich auf dem Album auch persönliche Geschichten. In „Nicht allein“ und „Mein Wohnzimmer“ verarbeitet die Band eigene Erlebnisse. Letzterer Song beschäftigt sich mit der Schließung des legendären Exhaus in Trier. „Es ist eine Schande, wie die Stadt mit der Subkultur umgeht“, sagt Carsten. „100 Millionen Euro fürs Theater, aber für die Subkultur bleibt nichts übrig – und das Exhaus vergammelt.“ Trotz aller Kritik bleibt ein Funken Hoffnung. Mit „Lass mich daran glauben“ setzen die Popperklopper ein kleines Zeichen gegen Resignation.

Nach über 35 Jahren Bandgeschichte ist „Schöne raue Welt“ eines der abwechslungsreichsten Alben der Band geworden. „Es ist definitiv unser vielfältigstes Album“, meint Carsten. Lars ergänzt: „Ich finde, man hört, dass wir uns musikalisch nochmal weiterentwickelt haben.“

Das Album erscheint bei Aggressive Punk Produktionen (Edel / Kontor New Media) am 11. September 2026. Also: zugreifen, Two Fingers in the Air – und ab dafür.

Popperklopper

Photo Credit © 2026